Die Nordseetour

Die berühmt-berüchtigte Nordseetour, auch als "Piratenfahrt" bekannt, war echt klasse. Ca. fünf Stunden ohne Regen, vier Tage gesunde Landluft inhalieren, drei Hotels, zweimal musste Helmut sich trockene Sachen anziehen, da der Regen von der Seite kam => Ein-Hundert-Prozent super Spaß!

 

Da die (für Norddeutschland bekannt) geraden Straßen nicht zum Wedeln einluden haben wir auch andere Sachen gemacht, als immer nur der "Nase nach" zu fahren: eine "Hafenrundfahrt" mit Motorrädern in Neuharlingersiel z. B. oder einen kleinen Schlenker rund um das AKW "Krümel" bei Hamburg, nicht zu vergessen sind mehrere Flussüberquerungen - mit Fähre natürlich!

 

Alle Teilnehmer sind seit dieser Tour absolut geübt sich schnell und ohne dabei umzufallen in die Regenkomis zu schmeißen und wieder raus zu pellen!                                                                                                                           - ti -

Eine Piratenfahrt!

Ach, ihr bedauernswerten Mitglieder der BIG, was habt ihr alles versäumt!? Eine wirklich schöne und ereignisreiche Tour zur Nordsee.

 

Zunächst ging es am Donnerstag über die Dörfer nach Ostfriesland, wo wir nach Erkundung der Küste im "weltbekannten" Middels Quartier bezogen. Da die "Bar" bereits um 22.00 MESZ schloß, war Zimmerparty bei Brigitte angesagt. Weil..... dort durfte geraucht werden und ....es war erst nach 24.00 Uhr Bettruhe angesagt :-)

 

Am nächsten Morgen ging es, nicht ohne einen Besuch des "legendären" Motorradtreffs in Dangast mit der Fähre von Nordenham nach Bremerhaven. Vorher mußten wir schnell noch einenen Wolkenbruch vom allerfeinsten mitnehmen ... aber wir wollten ja alle ans Wasser .... und außerdem  sind wir "waschechte" Biker (30°, ohne schleudern).

Es folgte die Besichtigung der Überseehäfen - mit Wolkenbruch und weiter ging's nach Cuxhaven zur "Alten Liebe" und fast auch zu Kaffee und Kuchen. Leider dies nur fast..... denn die Jacken hingen nicht ordnungsgemäß und so mußten wir dieses "gastliche" Haus wieder verlassen - ohne Kaffee - ohne Kuchen .

Alle wurden wieder wasserfest verpackt und los mit der Fähre nach Glückstadt. Es ist sowas von unterhaltsam und macht einen Heidenspaß bei Hochwasser eine steile, nasse Holzrampe mit dem Moped zu befahren. Gibt es eigentlich Motorräder mit Traktionüberwachung??

Der nächsten Unterschlupf wurde uns in einem uralten Gutshof gewährt. Alles vom aller, aller Feinsten - das Doppelzimmer ca. 70 qm groß, Abendessen hmmm, lecker, schmatz, schlürf.... So etwas von lecker und.....teuer - die nächsten 3 Wochen gibt es wohl Würstchen mit Toastbrot - aber lecker war's doch!!

 

Früh aufgestanden und alles halbwegs getrocknet zog es uns nach Sankt-Peter-Ording (das ist da, wo man den Strand mit PKW und Moped befahren darf). Aber welch eine Überraschung: 12 DM  - in Worten  Zwölf - pro Motorrad sollte das Plattfahren des Sandes kosten. Überdies gab es nicht mal eine befestigte Stelle für den Seitenständer. Angesichts der Rechnung vom Vorabend verzichteten wir schweren Herzens auf diesen Spaß und tingelten noch ein bißchen duch Schleswig-Holstein.

 

Wir konnten, nebenbei bemerkt, an keiner Stelle den Strand betreten ohne dafür zu bezahlen - ganz schön traurig - .......findet ihr nicht auch?

 

Zurück fuhren wir durch den Elbtunnel und dann in die Lüneburger Heide. Nach einer weiteren Übernachtung mit unserer lengendären "Pizza-Bier-Rotwein-Bitte Ruhe-Party" ging es durch die Heide über Hannover und durchs Weser-Bergland nach Hause. Die gesamte Heimreise war mit reichlich Seemannsgarn und Wasser unterlegt.

Zwischendurch gab es noch einen "unhaltbaren Zustand" :-), auf den wir hier nicht näher ein gehen möchten.

 

Wenn ihr auch mal was schönes erleben wollt, dann fahrt beim nächsten Mal doch einfach mit.                                                                                     - he -